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Herzlich willkommen auf der Seite der Jusos (Jungsozialisten und Jungsozialistinnen in der SPD) des Unterbezirks Aichach-Friedberg.

Hier findest du Informationen zu den Terminen der Jusos im Landkreis Aichach–Friedberg, in unserem Blog berichten wir über unsere Aktivitäten und Positionen. Viel Spaß beim Durchblättern!

Jusos verurteilen Aufruf zum „Kampf gegen das System“ durch die AfD in Kühbach am 17. Januar 2017

von in Aktivitäten

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Unser Flugblatt passend zum Thema: Weiße_Rose

mit tiefer Bestürzung müssen wir Jusos Aichach-Friedberg einen tiefen Riss im gesellschaftlichen Klima unserer Heimat zur Kenntnis nehmen. Mindestens 40 Besucher bejubelten am gestrigen Dienstag, 17. Januar, eine Veranstaltung der Alternative für Deutschland im Kühbacher Peterhof, die wir noch immer nicht vollständig verarbeitet haben. Es fällt uns schwer zu verstehen, dass auch in unserer heutigen Zeit Menschen jubeln, wenn ihnen ein Vortrag voller Hass, Ausgrenzung und fehlendem Respekt vor allem „undeutschen“ präsentiert wird. In Kühbach haben wir nun ungefiltert den Hass und den Zorn einer kleinen Minderheit erlebt, die jedoch das Potential besitzt, einen Flächenbrand zu entfachen.

Vor allem der Referent des Abends, Florian Jäger, seines Zeichen Bundestageskandidat der Nationalkapitalisten der AfD, relativierte unter lautem Jubel Gerichtsurteile gegen bestrafte Volksverhetzer und prägte Sätze wie: „Noch rollen keine Panzer durch Deutschland. Noch nicht.“ Er schwor die Anwesenden Mitglieder der AfD auf einen „harten und entbehrungsreichen Kampf“ voller „Opfer für die Partei“ ein. Dabei schlug er in dieselbe Kerbe, die auch Björn Höcke im gut 450 Kilometer entfernten Dresden bearbeitete. Jäger rief zum Kampf gegen alles auf, was nicht in seinem Kern deutsch sei: 
Europa, den Euro, Flüchtlinge, die Willkommenskultur und sogar den Begriff „Weltoffenheit“.

Wir Jusos wurden Zeuge der Lügen, die Jäger am Dienstag verbreitete. Und in unseren Augen wäre dieser Mann eine Schande für jedes Parlament in Deutschland. Nicht nur forderte er die „ideologische Reinigung des Schulunterrichts“, sondern betonte auch mehrfach, dass Politiker wie er in Deutschland durch den Staat verfolgt würden. Auch durch die SPD zusammen mit der CDU/CSU, welche eine große Diktatur anstreben würden. Sich selbst stigmatisierte Jäger als Opfer von linker Gewalt und Anfeindungen, welche durch einen Staat nicht verfolgt würden, der auf dem linken Auge blind sei.
In unseren Augen ist Florian Jäger weniger ein geeigneter Staatsvertreter als vielmehr ein kranker Geist, welcher von Verfolgungswahn geplagt wird.

Das entschuldigt jedoch nicht die Tatsache, dass Jäger und die anwesenden Mitglieder der AfD am Dienstag auch die kleinste Spur von Respekt vermissen ließen. Als Bernhard Pohl, ein Bürger Aichachs, den Verantwortlichen eine weiße Rose im Andenken an die Opfer der antifaschistischen Widerstandsorganisation Weißen Rose überreichte, weigerten sich viele der Teilnehmer an einer Schweigeminute teilzunehmen. Vielmehr fühlten sie sich durch den Versuch eine Brücke zu schlagen angegriffen und beleidigt. Flugblätter der Jusos, welche das zweite Flugblatt der Weißen Rose zum Thema hatten, wurden ebenfalls zerrissen.

Für uns ist spätestens nach dem Dienstagsabend im Peterhof in Kühbach deutlich, dass
die AfD ganz klar in einem rechtsnationalen Spektrum zu verorten ist. Die Partei ist der 
Ausdruck eines lange schlummernden Rechtsextremismus, welcher sich nun auch in
unserer Heimat wieder Bahn bricht. Vor allem die Anzahl der Zuhörer, aber auch der
Inhalt des gestrigen Vortrages jagen jedem Sozialdemokraten einigen eisigen
Schauer über den Rücken. Nach dem gescheiterten Verbot der NPD hat die sogenannte
Alternative ihren Deckmantel endgültig fallen lassen. Das braune Gespenst geistert nun wieder ganz unverhohlen durch Deutschland und auch durch den Landkreis Aichach-Friedberg.

Florian Jäger und die AfD in Aichach-Friedberg erkennen ein Europa der Völker, vereint durch den Ausspruch „Nie wieder Krieg“ nicht an. Vielmehr wollen die Rechtspopulisten ein Deutschland der Deutschen. Geschützt durch Grenzen, Stacheldraht und notfalls auch Schießbefehl. Sie wollen eine Beschneidung der Pressefreiheit und verurteilen jede Aktion gegen Fake-News als undemokratisch. Unsere demokratisch legitim gewählten Volksvertreter lehnen die Nationalisten ab, weil diese angeblich nicht vom Volk gewählt seien. Die AfD lehnt den Sexualkundeunterricht als „frühsexualisierung“ der Jugend ab und bejubelt den baldigen Präsident der USA, Donald Trump. Sie ist für und gegen den Mindestlohn.

Die kommenden Jahre werden auch in unserer Heimat die Zusammenarbeit aller demokratischen Kräfte erfordern, um nicht die Fehler unserer Vergangenheit zu wiederholen. Wir Jusos werden weiter den Dialog führen wo er möglich ist und kämpfen wo es nötig ist.
Dabei hoffen wir auf all diejenigen, die stolz auf ihre Heimat und Deutschland sind. Auf ein weltoffenes Deutschland, welches uns jeden Tag unendlich viele Chancen bietet. Auf ein Deutschland, das „wir schaffen das“ sagte, als andere sich verweigerten. Auf ein Deutschland, dass sicherlich nicht alles richtig macht, aber gerade ob dieser Selbstgewissheit eine Heimat für Menschen verschiedenster Kulturen und Glaubensrichtungen geworden ist. Wo Hindus, Moslems und Christen zusammen ein Straßenfest feiern können und ihre Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede friedlich ausleben.
Denn das ist das Deutschland, in dem wir leben wollen.

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Jusos Aichach-Friedberg haben neuen Vorsitzenden

von in Aktivitäten

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Auch wenn wir Jusos in Aichach-Friedberg nicht wirklich Abschied nehmen müssen von unserer Vorsitzenden Sandra Lepper, beginnt für uns doch eine neue Zeitrechnung. Seit Samstag, 17. Dezember, steht Sandra nämlich nicht mehr unserer politischen Jugendorganisation vor. Für jeden kommt irgendwann die Zeit, dass der Ruf der Mutterpartei ein Engagement bei den Jusos zumindest einschränkt. Unsere langjährige Vorsitzende hat aus diesem Grund beschlossen, nicht mehr für die exponierte Rolle als erste Jungsozialistin im Landkreis auf der Jahreshauptversammlung am Samstag, 17. Dezember, zu kandidieren.

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